Ja, ich war nicht untätig am Silver Type Project.
Trotz Berufstätigkeit fand ich die Zeit, die Baustellen am STP weiter voranzutreiben.
(Sorry, dabei blieb leider keine Luft mehr für neue Blog-Einträge.)
Viele Kleinigkeiten wollen hinterfragt und sauber durchdacht werden. Hier zum Beispiel die Höhe der Absicherung der angeschlossenen Verbraucher.
Ist die Amperezahl zu hoch angesetzt, spricht die Sicherung im Fehlerfall möglicherweise nicht schnell genug an und schützt damit nicht wirklich vor Folgeschäden.
Immer mit der Nase auf den Kleinigkeiten – da verliert man schnell den Blick auf das große Ganze.
Funktioniert die Warnblinkanlage aber endlich, tritt man einfach mal ein paar Meter zurück, soweit es die kleine Garage zulässt, und wirft einen Blick auf das gesamte Projekt.
Das Auto blinkt wieder – nach über dreißig Jahren Lagerhaltung!
Blinklicht / Warnblinklicht / Standlicht / Abblendlicht / Fernlicht / Lichthupe / Hupe / Tachobeleuchtung / Dimmer / Kontrollleuchten / elektrische Wisch-Wasser-Pumpe inklusive elektrischem Taster / Scheibenwischer / 12 V & 5 V Steckdose / Batterie Trennschalter – funktionieren wieder am Basis Kabelbaum.
Das Bremslicht müsste ebenfalls funktionieren, kann es aber momentan noch nicht, da die Bremsflüssigkeit noch fehlt.
In den letzten Tagen habe ich mich noch intensiver mit der EMU-Software beschäftigt und auch dort große Fortschritte gemacht, um langsam einen ersten Startversuch zu unternehmen.
Abschließend müssen noch die Sensoren angelernt werden.
Eine Fueling VE Table #1 und eine Ignition Table #1 habe ich komplettiert. Dazu natürlich noch eine Injector Cal. Table sowie die Ignition – Coil Dwell Time für die Zündspule mit integriertem Treiber.
Die Trigger-Einstellungen für das Kurbelwellensensorsignal sind konfiguriert. Injector Phase und Zünd-Events sind zugeordnet.
Klar, und auch die ganzen Grundinformationen müssen hinterlegt werden: Benzindruck, Benzinmenge, Durchflussmenge der Einspritzventile, Ventil-Ohm, Motorhubraum, Alpha-N mit MAP, Lambda-Heizung, welcher Sprit verwendet wird, welche Zündspule zum Einsatz kommt, Wasted-Spark-Einstellungen usw.
Ohne all diese Angaben geht es nicht. Und für mich gibt es hier auch kein Plug & Play, denn es gibt keine Base Map, die man einfach kopieren und übernehmen könnte. Alles entsteht Schritt für Schritt: verstehen, hinterfragen, eintragen, speichern und sichern. Alles aus dem Nichts – genau wie beim Kabelbaum, der im Originalfahrzeug noch auf 6 Volt ausgelegt war und komplett anders geführt wurde.
Man sollte nicht meinen, wie viel es teilweise bringt, mit anderen Kabelquerschnitten zu arbeiten und alles neu zu crimpen. Wie hell ein H4-Scheinwerfer tatsächlich leuchten kann – das hätte ich selbst nicht erwartet.






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